Wissen und Kompetenzen - Begriffe

„Wissen“ und „Kompetenz“ sowie viele damit verbundene Begriffe werden oft sehr unterschiedlich verstanden. Deswegen werden diese Begriffe hier in dem Sinn beschrieben, wie sie im INQA-Check „Wissen & Kompetenz“ verwendet werden.


Wissen
Wissen bedeutet verknüpfte Informationen, die eine Person befähigt, in einem Kontext Entscheidungen zu treffen und zielgerichtet handeln zu können. Wissen kann implizit oder explizit sein.


Explizites Wissen
Explizites Wissen ist Wissen, welches bewusst wahrgenommen werden kann. Es kann dokumentiert, ausgesprochen, unpersönlich und allgemeingültig sein (zum Beispiel Arbeitsanweisungen, Verträge, Bücher).


Implizites Wissen
Implizites Wissen ist Wissen, welches eine Person aufgrund ihrer Erfahrung, ihrer Praxis und ihres Lernens besitzt. Implizites Wissen kann nur schwer oder gar nicht beschrieben werden, ist aber wirksames Wissen (zum Beispiel ein Kind kann Fahrrad fahren, ohne zu wissen wie).

 

Organisationales Wissen

Organisationales Wissen ist die Gesamtheit allen Wissens im Unternehmen und liefert die Orientierung für Entscheidungen und Handlungen der Personen in der Organisation. Diese Gesamtheit des Wissens ist mehr und anders als die Summe des Wissens der einzelnen Personen der Organisation. Auch organisationales Wissen kann explizit (wie Handbücher, Patente) und implizit (wie Unternehmenskultur,
Arbeitsroutinen) sein.

Kompetenz
Kompetenz ist die Fähigkeit und Bereitschaft, auf Grundlage von persönlich gegebenen Voraussetzungen (Dispositionen, wie zum Beispiel Motive, Kenntnisse, physische und psychische Bedingungen) Wissen zur Problemlösung umzusetzen.
Kompetenz realisiert sich nur auf der Basis bestehender organisatorischer Voraussetzungen (zum Beispiel Unternehmenskultur, Führung, Zuständigkeit).
Kompetenzen setzen sich zusammen aus: Fachkompetenzen, Erfahrungen sowie aus den sogenannten „Schlüsselkompetenzen“ (Methodenkompetenz, sozialkommunikative Kompetenz, personale Kompetenz).

Qualifikation
Eine Qualifikation ist der zertifizierte Nachweis des Kompetenz- und/oder Wissenserwerbes von Personen.
Information Informationen sind Zeichen, Symbole, Sprache/Text, Bilder, Sinneseindrücke, denen eine Person eine Bedeutung zuweist (Interpretation). Die Bedeutung für die jeweilige Person hängt von den individuellen Vorstellungen, Erwartungen und Ansprüchen dieser Person ab. Es gibt also keine „objektive“ Information, die unabhängig von der Interpretation durch eine Person wäre. Das heißt: „Dieselbe“ Information kann für verschiedene Personen unterschiedliches bedeuten (dies ist sogar die Regel).

Veränderungskompetenz
Fähigkeit, mit vorhandenen Kompetenzen (Fachkompetenzen, Erfahrungen, Schlüsselkompetenzen) arbeitsbedingte Veränderungen zu erkennen, einzuleiten und/oder sich diesen anzupassen.

Digitalisierung der Arbeit („Industrie 4.0“)
Die Zukunft der Arbeit wird geprägt sein durch die Miniaturisierung der Computertechnologie, Kommunikation der Software untereinander und immer schnellere Netzwerkverbindungen. Dadurch können Maschinen, Geräte, Produkte und Menschen softwaretechnisch miteinander vernetzt werden („Internet der Dinge“, „Internet der Leistungen“). Das beschleunigt und verändert Arbeitsprozesse und führt zu einer Verknüpfung von Realität und Virtualität. Diese Entwicklung wird oft als „Industrie 4.0“ bezeichnet, obwohl sie alle Arbeits- und Lebensbereiche umfasst.

Alle Angaben stammen aus dem Leitfaden der Offensive Mittelstand zum INQA-Check "Wissen & Kompetenz", den Sie kostenfrei in unseren Seminaren und Informationsveranstaltungen bekommen.

 

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